WordPress installieren

Wordpress LogoWordPress ist heute das am weitesten verbreitete CMS, nach eigenen Angaben gibt es weltweit über 66 Millionen (!) Installationen. Gestartet als Blogsoftware wird es mittlerweile auch für Onlineshops, Firmen-Webseiten oder Newsportale genutzt.

Inhalt des Artikels WordPress installieren:

WordPress oder Homepagebaukasten

Es gibt eine Vielzahl an Baukastensystemen für Homepages. Sei es „1&1 My Website“ oder Portale wie Jimdo bzw. Weebly. Der große Unterschied von WordPress liegt in der Erweiterbarkeit. Bei den Baukastensystemen erhält man in der Regel keinen Zugriff auf die Technik im Hintergrund. Dies hat den Charme, dass Ihr natürlich auch keine Ahnung davon haben müsst und mit wenigen, einfachen Klicks zur eigenen Webseite kommt. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass die Flexibilität schlicht nicht gegeben ist. Ein paar Beispiele für eine Flexibilität:

  • Ihr möchtet nicht nur Texte veröffentlichen, sondern eure Besucher evtl. in einer Datenbank suchen Ein Beispiel hierfür könnte sein, dass Ihr Immobilienmakler seid und Wohnungsinserate veröffentlicht.
  • Ihr möchtet nicht nur Texte veröffentlichen, sondern für eure Besucher einen speziellen Bereich anbieten. Solche Mitgliederbereiche dienen zum Beispiel dafür, spezielle Inhalte und Downloads erst nach einer Registrierung frei zu geben.
  • Ihr möchtet ein modernes Design, welches tolle Bilder anzeigt und für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets optimiert ist.

Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
Vorteile WordPressKostenfrei
Die WordPress Software an sich ist frei verfügbar, kostet überhaupt nichts und kann ganz einfach heruntergeladen werden. Kosten entstehen nur für den Betrieb bei einem Hostinganbieter (wenige Euro im Monat).

Flexibilität
Anders als bei Baukastensystemen sind Sie nicht abhängig von jemandem. Da man Zugriff auf den gesamten Code des Systems erhält / erhalten kann, lässt sich WordPress mit Programmierkenntnissen beliebig anpassen und erweitern.

Design
Es gibt fast 2.000 verschiedene Designvorlagen (Themes), die bereits fertig sind und für die eigene Webseite genutzt werden können. Hier handelt es sich sowohl um kostenfreie, als auch um kostenpflichtige Themes.

Freie Wahl beim Hosting
Sie können WordPress mittlerweile bei nahezu jedem beliebigen Webhoster betreiben lassen. Auch ein Umzug von einem Hoster zum anderen ist sehr einfach möglich.

Plugins
Wordpress lässt sich durch eine Vielzahl an kostenfreien und kostenpflichtigen Plugins erweitern. Durch die sehr große Community und mittlerweile über 25.000 Plugins lässt sich so gut wie jeder Anwendungsfall abbilden – Ob Onlineshop, Mitgliederbereiche, mehrsprache Webseiten, Eventseiten, Buchungskalender, usw.

Community
Die angesprochene Community ist nicht nur durch die Themes und Plugins sehr wertvoll. Weltweit gibt es tausende von Entwickler, die sich auf WordPress spezialisiert haben. Darüber hinaus gibt es etliche Foren, die bei eigenen Problemstellungen weiterhelfen.

Nachteile WordPressInstallation
Viele Hoster haben eine sogenannte „1-Click-Installation“. Sie wählen also WordPress aus, klicken auf installieren und warten ca. 10 Minuten. Wollen Sie die WordPress-Instanz nicht bei einem Hoster sondern selbstständig betreiben, ist definitiv technischen Wissen notwendig.

Wartung und Sicherheit
Hier handelt es sich sicherlich um den größten und wichtigsten Punkt. Dadurch, dass es so viele verschiedene Themes und Plugins gibt, entwickeln zwangsläufig tausende von Menschen an WordPress. Da diese sich natürlich nicht abstimmen (können), kann es zu Inkompatibilitäten kommen, die schlimmstenfalls die gesamte Webseite lahmlegen und wieder deinstalliert werden müssen.

Support
Es gibt von WordPress selber keinen direkten Support. Da es sich um ein Open Source Projekt handelt, wird auf die Community verwiesen. Die ist – wie unter den Vorteilen aufgeführt – sehr groß. Dadurch sind im Zweifel aber auch viele Menschen „unterwegs“, die nicht so viel Ahnung wie benötigt haben, so dass im Zweifel eine Problemlösung schwierig wird oder zumindest Tage dauern kann.

Bearbeitung
Die Bearbeitung von Artikeln und Seiten innerhalb der WordPress Installation erfolgt im Hintergrund in einem Texteditor. Was Sie dort eingeben, sieht im Zweifel am Ende auf der „richtigen Seite“ anders aus, als Ihr es euch vorgestellt habt.

WordPress.com oder WordPress.org?

Von WordPress gibt es generell zwei verschiedene Varianten.

WordPress.com ist eine vollständig gehostete Lösung. Hier müsst Ihr euch nur um sehr wenig kümmern, das meiste wird im Hintergrund für euch erledigt. Themen wie Updates oder Backups haben euch nicht zu interessieren.

Hierbei handelt es sich um eine sehr schöne Variante, wenn Ihr zum Beispiel einen eigenen, kleinen Blog betreiben wollt. Die Anzahl an Themes für den eigenen Blog ist allerdings begrenzt, auch gibt es keine Möglichkeit, Plugins zu installieren.

Deine Domain heißt dann in der Regel „benutzername.wordpress.com“.

WordPress.org ist die Software, die man herunterlädt und selber betreibt. Entweder auf eigenen Systemen oder bei einem Hostinganbieter. Mit dieser Variante ist man wesentlich flexibler, da jedes beliebige Theme und Plugin installiert werden kann. Dies macht die gesamte Webseite aber natürlich auch wesentlich umfangreicher, um Themen wie Backups oder Sicherheit musst Du dich selbstständig kümmern.

Kostenlos bei WordPress direkt

Auf www.wordpress.com kommt Ihr ganz schnell in vier kurzen Schritten zu einer eigenen Webseite und müsst WordPress nicht selber installieren.

Wordpress Website erstellen auf WordPress.com

Schritt 1 von 4
Wordpress installieren auf WordPress.com_1 von 4

Zunächst wählt Ihr ein Design für eure Wordpress Website aus. Hier habt Ihr die Möglichkeit, am Anfang aus 9 verschiedenen Themes zu wählen. Woher genau gerade diese 9 kommen, kann ich euch nicht sagen. Um die am häufigsten installierten kann es sich nicht handeln, dies sind die Klassiker wie Twenty Ten, Twenty Eleven, usw.

Ihr könnt diesen Schritt auch überspringen und später ein Design auswählen. Einige hundert stehen hier zur Auswahl. Das ist zwar deutlich weniger, als wenn ihr ein eigenes WordPress installieren würdet, aber es ist bestimmt etwas für euch dabei.

Schritt 2 von 4

Danach gilt es, eine Internetadresse für eure WordPress Website zu finden.

Wordpress installieren auf WordPress.com_2 von 4

Wordpress installieren auf WordPress.com_2 von 4_2

Hier habt Ihr die Wahl zwischen kostenfreien und kostenpflichtigen Domains. Die kostenfreie endet immer mit .wordpress.com

Bei den kostenpflichtigen gibt es keine .de oder .com Adresse, deshalb reicht die kostenfreie hier vermutlich aus.

Schritt 3 von 4

Nun muss ein Tarif ausgewählt werden. Tarif? Ist doch kostenfrei?

Wordpress installieren auf WordPress.com_3 von 4
Wordpress installieren auf WordPress.com_3 von 4_2

Ist es auch, allerdings mit einigen Einschränkungen. Die eingeschränkte Auswahl an Themes und Plugins habe ich ja bereits angesprochen. Wenn Ihr auch keine Werbung auf eurem Blog haben wollt oder zum Beispiel Google Analytics einbinden möchtet, dann stoßt Ihr mit der kostenfreien Version bereits an eure Grenzen.

Der kostenfreie Tarif ist also tatsächlich eher was für einen privaten Blog, statt für eine „richtige“ Webseite.

Schritt 4 von 4

Wordpress installieren auf WordPress.com_4 von 4

Jetzt müsst Ihr euch noch einmalig bei WordPress.com registrieren und schon steht dem eigenen Blog im Internet nichts mehr im Weg.

Ihr könnt also auf eurer To-Do Liste das WordPress installieren erfolgreich abhaken 😉

Nach diesen Schritten sind zwar noch einige Dinge zu erledigen (z.B. Designanpassungen, natürlich Texte erstellen), aber der wichtigste Schritt ist getan.

Wollt Ihr also einen kleinen, feinen Blog erstellen, kann ich diese Version der Webseitenerstellung auf jeden Fall empfehlen.

WordPress installieren als 1-Klick-Installation beim Hostinganbieter

Wenn Ihr den vollen Funktionsumfang von WordPress nutzen möchtet, dann benötigt Ihr die kostenfreie Software von wordpress.org. Viele Hostinganbieter stellen eine sogenannte „1-Klick-Installation“ zur Verfügung. Ihr müsst also die Software nicht erst herunterladen und installieren, sondern wählt WordPress in der Adminoberfläche eures Hostinganbieters aus und wartet 5-10 Minuten. Schon ist die Installation abgeschlossen und Ihr könnt euch austoben.

Jetzt gilt es „nur“ noch, den richtigen Hostinganbieter herauszufinden. Ich persönlich nutze mittlerweile sehr häufig den Anbieter all-inkl.com. Der Hoster gefällt mir persönlich richtig gut, es ist schnell, einfach und das Wichtigste: Ein super Support. Darüber hinaus haben sie attraktive Tarife, wenn man mehr als eine Domain und mehr als eine WordPress Instanz betreiben möchte.

Egal welchen Anbieter Ihr am Ende des Tages für eure WordPress Website auswählt: Die 1-Klick-Installation sieht bei allen ähnlich aus und ist immer ähnlich simpel. Auch wenn es manchmal mehr als 1 Klick ist, wie in meinem Beispiel bei All-Inkl:

Wordpress installieren - beim Hoster - 1 von 4 Wordpress installieren - beim Hoster - 2 von 4 Wordpress installieren - beim Hoster - 3 von 4 Wordpress installieren - beim Hoster - 4 von 4

Jetzt wartet Ihr – je nach Anbieter – meistens nur 5 oder 10 Minuten und schon habt ihr WordPress installliert. Ihr könnt euch nun in die Administrationsoberfläche einloggen und eure erste eigene WordPress Website erstellen!

WordPress selber installieren

Wer WordPress auf eigenem Webspace oder auf einem eigenen Server betreiben möchte, benötigt zunächst die WordPress Software, die Ihr unter wordpress.org herunterladen könnt.

Wichtig zu wissen: WordPress benötigt – Stand Oktober 2016 – die PHP Version 5.6 oder höher, sowie die MySQL Version 5.6 oder höher.

Wenn der Webspace oder der eigene Server bereit steht, dann benötigt Ihr zunächst eine MySQL Datenbank. Die meisten nutzen hierfür das Tool phpMyAdmin. Hierzu einfach unter dem Menüpunkt „Datenbanken“ den Namen der neuen Datenbank hinterlegen und dann auf „Anlegen“. Den Namen der WordPress Datenbank müsst Ihr euch bitte merken, notieren oder kopieren, den benötigt Ihr gleich beim WordPress installieren.

Nun ladet Ihr euch die WordPress Software herunter.

Nach dem Entpacken der Software müsst Ihr die Datei wp-config-sample.php bearbeiten. Der Inhalt sieht beim ersten Mal so aus (WordPress Version 4.3.1):

// ** MySQL settings – You can get this info from your web host ** //

/** The name of the database for WordPress */
define( ‚DB_NAME‘, ‚database_name_here‘ );

/** MySQL database username */
define( ‚DB_USER‘, ‚username_here‘ );

/** MySQL database password */
define( ‚DB_PASSWORD‘, ‚password_here‘ );

/** MySQL hostname */
define( ‚DB_HOST‘, ‚localhost‘ );

Alles was hier fett markiert ist, muss durch eure Angaben ersetzt werden.

Im Anschluss müssen die sogenannten Secret Keys erstellt werden. In der wp-config-sample.php sieht der Codebereich nach dem Download so aus:

define(‚AUTH_KEY‘,         ‚put your unique phrase here‘);
define(‚SECURE_AUTH_KEY‘,  ‚put your unique phrase here‘);
define(‚LOGGED_IN_KEY‘,    ‚put your unique phrase here‘);
define(‚NONCE_KEY‘,        ‚put your unique phrase here‘);
define(‚AUTH_SALT‘,        ‚put your unique phrase here‘);
define(‚SECURE_AUTH_SALT‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚LOGGED_IN_SALT‘,   ‚put your unique phrase here‘);
define(‚NONCE_SALT‘,       ‚put your unique phrase here‘);

Die benötigten Key können über folgenden Link generiert werden: https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/

Nun seid Ihr fertig und könnt die Datei als wp-config.php abspeichern. Nun ladet Ihr den kompletten WordPress Ordner per FTP auf den Server oder Webspace hoch. Wenn der Upload komplett ist, öffnet einen Browser und geht auf folgende Seite:

http://EureDomain/wordpress/wp-admin/install.php

Jetzt folgt Ihr nur noch den Anweisungen auf der Seite und schon ist die Installation abgeschlossen, eure Seite ist startklar!

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