WordPress Backup mit BackWPup

WordPress Backup Tutorial: Daten sichern mit BackWPup

BackWPup ist ein beliebtes Plugin, das regelmäßig eine Sicherheitskopie Deiner WordPress-Installation erstellt. Mithilfe dieses Backups kannst Du Deine Webseite und alle gespeicherten Inhalte wiederherstellen, wenn die Daten aus irgendeinem Grund verloren gehen. Häufige Anlässen, bei denen Nutzer auf ein Backup zurückgreifen müssen, sind Malware, Updatefehler und gravierende Fehler bei manuellen Modifikationen.

Das erstellte WordPress Backup umfasst alle Inhalte wie Seiten, Posts, Bilder und Mediendateien. Darüber hinaus sichert BackWPup auf Wunsch auch die Datenbank, eine Liste Deiner Plugins und andere Daten. Das Plugin in ist zwei Varianten erhältlich: Das kostenlose BackWPup Free und das kostenpflichtige BackWPup Pro unterscheiden sich im Funktionsumfang sowie im Support.

Mein Tutorial basiert auf der kostenfreien Version, da diese für mich ausreichend ist. Du kannst BackWPup am Anfang mit den Standardeinstellungen verwenden, aber Du solltest in jedem Fall wissen, was Du tust – denn Du bist für Deine Datensicherheit selbst verantwortlich.

#1 WordPress Backup – Anforderungen von BackWPup prüfen

Zum Zeitpunkt der Erstellung von diesem Tutorial (Dezember 2017) setzt BackWPup mindestens WordPress 3.9 und PHP 5.3 voraus, so dass Du selbst uralte WordPress Webseiten damit sichern kannst. Solltest Du diese Versionen noch einsetzen, mach mal unbedingt ein paar Updates 😉

Wer sollte Backups durchführen? Jeder! Eine Hacker-Attacke kann jeden treffen und auch allzu menschliche Nutzerfehler geschehen häufiger, als Du vielleicht denkst, da WordPress auch von vielen „Nicht-Technikern“ genutzt wird. Wenn Du Deine Webseite geschäftlich nutzt, kostet die Wiederherstellung ohne Backup oft viel Zeit und Geld. Auch bei einem Hobby-Projekt ist es immer noch ärgerlich, die Inhalte zu verlieren, die Du in jahrelanger Kleinstarbeit zusammengetragen hast.

#2 BackWPup installieren

In der Regel genügt mir die kostenlose Version, die Du ganz regulär über das Plugin-Verzeichnis herunterladen kannst. Du loggst Dich als Administrator im Backend Deiner WordPress-Seite ein und gehst zum Menüpunkt Plugins. Über die Suchfunktion kannst Du BackWPup leicht finden und mit einem Klick installieren. Das Plugin stammt von der Inpsyde GmbH. Nach der erfolgreichen Installation kannst Du das Plugin sofort aktivieren.

Wordpress Backup - BackWPup über das Plugin Verzeichnis installieren

Wenn Du eine Multisite-Installation verwendest, musst Du das Plugin als Netzwerkadministrator über das Menü „Meine Netzwerke“ -> „Netzwerkverwaltung“ -> „Plugins“ installieren und erst netzwerkweit aktivieren, bevor Du es nutzen kannst.

Du kannst Dir die Dateien auch herunterladen und bei Bedarf manuell installieren, indem Du das Plugin mithilfe eines FTP-Clients wie Filezilla auf Deinem Server hochlädst.

#3 BackWPup kennenlernen

Nach der Installation findest Du im Backend einen neuen Menüpunkt mit dem Namen des Plugins. Dort erwartet Dich auf der Hauptseite eine Willkommensnachricht, die noch einmal die wichtigsten Punkte von BackWPup zusammenfasst. Dort hast Du auch die Möglichkeit, ein Upgrade auf die Pro-Version durchzuführen.

Das BackWPup-Dashboard findest Du eine Übersicht über die verschiedenen Funktionen. Klicke auf „Erstelle einen Backup-Auftrag“, um Deine erste Sicherheitskopie mit dem Plugin zu planen. Wenn Du im BackWPup-Dashboard weiter nach unten scrollst, kannst Du ein „Ein-Klick-Backup“ herunterladen.

Am besten lehnst Du Dich zunächst entspannt zurück und schaust Dir die Videos an, die Du ebenfalls im Dashboard findest. Die Videos erklären, welche Möglichkeiten Du mit BackWPup hast.

#4 Gib Dein erstes Backup in Auftrag

Klicke im Menü auf „Neuer Auftrag“ und gib einen aussagekräftigen Titel an. In vielen Fällen kannst Du die Voreinstellungen übernehmen. Genauere Konfigurationen kannst Du vornehmen, wenn Du die Reiter „Datenbank-Backup“, „Dateien“ und „Plugins“ (oben auf der Seite) aufrufst. Dort kannst festlegen, was genau gesichert wird, wenn Du ein entsprechendes Backup durchführst. Wenn Du wie ich ein komplettes WordPress Backup erstellen möchtest, kannst Du die Haken in den jeweiligen Reitern so lassen wie sie sind. Klick dennoch mal durch, um dir die Punkte anzuschauen!

BackWPup - neuen Auftrag anlegen

Kehre danach zurück zum Reiter „Allgemein“ und setze Deine Auswahl fort.

Beim Archivformat kannst Du zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Zip-Dateien sind ein praktisches Archiv-Format, da sie verhältnismäßig wenig Speicherplatz beanspruchen und mit Linux- und Windows-Systemen geöffnet werden können. Wenn Du nicht weißt, welches Format Du wählen sollst, empfehle ich dir das Zip-Archiv.

Trotzdem solltest Du Dich mit den unterschiedlichen Formaten und ihren Vorteilen und Nachteilen beschäftigen, damit Du eine informierte Entscheidung treffen kannst. Von der Qualität Deiner Wahl hängt letztlich Dein Backup ab.

Wohin sichern?

Ziel vom WordPress Backup - Wohin soll das Backup gesichert werden?Eine der wichtigsten Fragen ist: Wo soll das Backup gespeichert werden? Ein Backup auf demselben Server ist besonders leicht anzufertigen, aber wenn das Verzeichnis beschädigt ist oder sogar der Server einen Fehler aufweist, nützt Dir eine solche Sicherung nicht. Deshalb ist es sinnvoll, zumindest gelegentlich auch Backups an anderen Orten zu Speichern – zum Beispiel mithilfe von Dropbox, Microsoft Azure, S3, SugarSnyc oder zu einem anderen der angebotenen Dienste.

Du kannst Dein Backup sogar per Mail verschicken, was allerdings nicht immer sinnvoll und durchführbar ist. Hast Du beispielsweise einen Food- oder Modeblog, wird deine Webseite vermutlich ziemlich viele Bilder haben und dementsprechend groß sein. Eine Vollsicherung wird dann zu groß für eine E-Mail sein, diese Variante bietet sich also „nur“ für kleine Seiten oder Backup-Jobs an.

Wenn Du alle Einstellungen festgelegt hast, kannst Du das Backup manuell ausführen. Ich empfehle allerdings, das WordPress Backup regelmäßig automatisch laufen zu lassen.

#5 Automatische Backups planen

Rufe deinen Backup Auftrag noch mal auf und wähle dieses Mal den Reiter „Planen“. Zunächst kannst Du auswählen, wie das Backup angestoßen werden soll. Ich nutze hierfür die integrierte WordPressfunktion.

Wordpress Backup planen - integegrierten WordPress Cronjob nutzen

Danach kannst Du festlegen, wann das automatische Backup stattfinden soll und wie häufig BackWPup Deine Daten sichert. Hier solltest Du schauen, wie häufig Du Änderungen an deiner Webseite vornimmst und die Häufigkeit vom WordPress Backup davon abhängig machen.

Wordpress Backup Cronjob - Wann und wie häufig soll das WordPress Backup laufen?

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ kannst Du weitere Änderungen vornehmen, um das Plugin Deinen Bedürfnissen anzupassen. Ein häufiges Problem ist beispielsweise, dass das Backup den Server zu stark belastet. Für diesem Fall findest Du bei Einstellungen im Reiter „Aufträge“ eine Option, welche die Server-Auslastung reduziert. Du kannst nicht nur zwischen ein/aus wählen, sondern die Stärke der Auslastungsverringerung in vier Stufen einstellen: deaktiviert, Minimum, Medium und Maximum. Das Backup benötigt dann zwar etwas länger, entlastet aber die CPU auf dem Server.

#6 WordPress Backup wiederherstellen

Kommen wir zu dem wichtigsten Punkt überhaupt! Ich arbeite ja in meinem „echten Leben“ in der IT-Branche und habe dort sehr früh gelernt, dass ein Backup nichts wert ist, wenn der Restore nicht funktioniert. Deshalb empfehle ich dir, nach der Einrichtung von deinem WordPress Backup, dieses auf einer anderen Instanz wiederherzustellen, um den gesamten Prozess einmal durchgeführt zu haben.

BackWPup testet derzeit eine Betaversion, mit der Nutzer ein Backup direkt über BackWPup wiederherstellen können. Im Moment ist dies jedoch noch nicht möglich.

Bevor Du eine WordPress-Sicherung wiederherstellst, solltest Du Dir im Klaren darüber sein, dass dadurch neuere Daten verloren gehen können. Wenn zwischen dem Backup und der Wiederherstellung zum Beispiel neue Einträge in die Datenbank hinzugekommen sind, gehen diese neuen Einträge verloren. Deshalb solltest Du wie beschrieben die Häufigkeit vom Backup auf deiner Webseite anpassen, wenn Du sehr aktiv daran arbeitest.

Wenn Du auf eine Sicherheitskopie zurückgreifen musst, benötigst Du als Erstes die Archivdatei, die Du als ZIP-Datei auf Deinem Rechner entpacken kannst.

Wordpress Backup entpacken - ZIP Archiv auf Windows oder Mac entpacken

Um das Backup Deiner .sql-Datenbank wiederherzustellen, kannst Du das Tool phpMyAdmin verwenden. Du musst den genauen Namen der Datenbank wissen. Dieser steht in der WordPress-Datei wp-config.php. Suche dort die Zeile „define (‚NAME_DB‘, ‚datenbank_name‘)“. Ich bin mit meinen WordPressseiten bei All-inkl, dort kann ich mich über die Verwaltung direkt in die richtige Datenbank einloggen.

phpMyAdmin über all-inkl.com, um die Backupdatei der Datenbank einzuspielen

In phpMyAdmin wählst Du anschließend die Funktion „Importieren“ aus und suchst die gesicherte Datenbank heraus. PhpMyAdmin sollte die passenden Einstellungen automatisch übernehmen. Zum Schluss erhältst Du eine Nachricht, dass die Aktion erfolgreich war.

SQL Datenbank importieren, um das WordPress Backup wiederherstellen zu können

Alle andere Dateien kannst Du mithilfe von Filezilla oder einem anderen FTP-Client direkt ins Hauptverzeichnis deiner WordPress-Installation übertragen. Dazu kannst Du die Dateien ganz simpel per Drag & Drop von deiner lokalen Festplatte auf den Server rüberziehen.

Dateien von WordPress aus dem Backup mit Filezilla via FTP hochladen

Nun bist Du fertig, die Datenbank ist wiederhergestellt und deine WordPress Installation ist wieder online.

#7 Nur Seiten, Beiträge und Co. wiederherstellen

Möchtest Du gar nicht die gesamte Webseite wiederherstellen, sondern vielleicht nut Artikel und Seiten, kannst Du das auch . Die .xml-Datei Deines Backups enthält für nämlich genau diese Daten, also Artikel, Seiten und Kommentare. Wenn Du nur diese Inhalte wiederherstellen möchtest, ist das Einspielen des Backups sogar noch einfacher.

Du kannst die XML-Datei im WordPress-Backend importieren: Wähle unter dem Menüpunkt „Werkzeuge“ den Punkt „Daten importieren“ aus.

Wordpress XML Dateieln importieren, um Beiträge und Seiten wiederherzustellen

Nachdem Du die WordPress-Option installiert hast, kannst Du nun die XML-Datei hochladen, die Du aus dem WordPress Backup entnommen hast.

XML Datei mit WordPress Seiten und Beiträgen hochladen

Noch Fragen?

Wenn Du Fragen zum Tutorial oder deinem WordPress Backup hast, dann schreib mir einfach in die Kommentare!

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